{"id":2427,"date":"2023-08-08T17:13:03","date_gmt":"2023-08-08T15:13:03","guid":{"rendered":"http:\/\/kreisseniorenrat-boeblingen.de\/?p=2427"},"modified":"2025-04-09T18:01:25","modified_gmt":"2025-04-09T16:01:25","slug":"artikelserie-vorsorge-pflege-leben-im-alter-des-kreisseniorenrates-boeblingen-e-v-artikel-17-pflegehilfsmittel-und-hilfsmittel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kreisseniorenrat-boeblingen.de\/ksrbb\/artikelserie-vorsorge-pflege-leben-im-alter-des-kreisseniorenrates-boeblingen-e-v-artikel-17-pflegehilfsmittel-und-hilfsmittel\/","title":{"rendered":"Pflegehilfsmittel und Hilfsmittel\u00a0"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Was sind Pflegehilfsmittel?<br><\/strong>Pflegehilfsmittel sollen die h\u00e4usliche Pflege erleichtern und dazu beitragen, Beschwerden zu lindern oder der pflegebed\u00fcrftigen Person eine selbstst\u00e4ndigere Lebensf\u00fchrung erm\u00f6glichen. Dabei\u202fkann es sich um Verbrauchsprodukte, die zur\u202fh\u00e4uslichen Pflege notwendig\u202fsind oder um technische Hilfsmittel handeln.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Voraussetzung f\u00fcr die Gew\u00e4hrung von Pflegehilfsmitteln ist eine\u202ffestgestellte Pflegebed\u00fcrftigkeit, also das Vorliegen eines Pflegegrades. &nbsp;<br>&nbsp;<br><strong>Pflegehilfsmittel zum Verbrauch<\/strong> sind Produkte, die aus hygienischen Gr\u00fcnden nicht wiederverwendet werden k\u00f6nnen. Dazu z\u00e4hlen zum Beispiel Einmalhandschuhe, H\u00e4nde- und Fl\u00e4chendesinfektionsmittel, Mundschutz, Schutzsch\u00fcrzen oder Einmal-Bettschutzeinlagen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr Pflegehilfsmittel, die zum Verbrauch bestimmt sind, werden bis zu 40 Euro pro Monat erstattet. Um diese nutzen zu k\u00f6nnen, muss ein Pflegegrad vorliegen und einmalig ein formloser Antrag gestellt werden. Viele Pflegekassen bieten dazu auch vorbereitete Formulare an. Die Pflegekasse teilt ihnen mit, wo sie ihre Pflegehilfsmittel erhalten k\u00f6nnen. Das k\u00f6nnen beispielsweise Sanit\u00e4tsh\u00e4user, Apotheken oder Online-H\u00e4ndler sein, von denen einige auch regelm\u00e4\u00dfige Lieferungen anbieten. Die Kosten werden dann nach Einreichen der Rechnungen erstattet.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Technische Pflegehilfsmittel<\/strong> sind z.B. Pflegebetten, Duschwagen, Rollatoren, Lifter aber auch Pflegehilfsmittel zur Linderung von Beschwerden, wie z.B. Lagerungsrollen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um diese Hilfsmittel zu erhalten, muss nachgewiesen werden, dass diese ben\u00f6tigt werden. Dies kann unter anderem durch eine \u00e4rztliche Verordnung geschehen. Diese sollten neben der Hilfsmittelnummer auch eine kurze Begr\u00fcndung enthalten, warum das Pflegehilfsmittel\u202fben\u00f6tigt wird. Diese Verordnung kann bei Sanit\u00e4tsh\u00e4usern, die entsprechende Vertr\u00e4ge mit der jeweiligen Kranken-\/Pflegekasse haben, eingereicht werden. Die Kassen informieren dazu, welche diese sind. Es erfolgt dann eine Beratung zu dem Hilfsmittel und die Verordnung wird vom Sanit\u00e4tshaus an die zust\u00e4ndige Kasse zur Pr\u00fcfung weitergeleitet. Nach Genehmigung durch die Kasse werden die&nbsp;entsprechenden Hilfsmittel dann ausgegeben. Kleinere, kosteng\u00fcnstige Hilfsmittel k\u00f6nnen ggf. vorab genehmigt sein und direkt mitgenommen werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Neben der Verordnung durch den Arzt besteht auch die M\u00f6glichkeit, sich Hilfsmittel durch eine Pflegefachkraft empfehlen zu lassen. Dies kann bei einem Beratungsbesuch oder im Rahmen der Versorgung durch einen ambulanten Pflegedienst geschehen. Mit dieser Empfehlung kann innerhalb von zwei Wochen&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">ein Antrag bei der jeweiligen Kasse gestellt werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hilfsmittel k\u00f6nnen auch im Rahmen der Begutachtung zur Feststellung eines Pflegegrades empfohlen werden. Diese Empfehlung wird direkt in das Gutachten aufgenommen und gilt zugleich als Antrag. Voraussetzung ist die Zustimmung der versicherten Person. Ein gesonderter Antrag muss in diesem Fall nicht gestellt werden.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hat die Pflegekasse das beantragte Hilfsmittel genehmigt, versorgt sie die versicherte Person mit dem Hilfsmittel. Je nach Hilfsmittel kann dieses den Betroffenen \u00fcberlassen oder leihweise zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Zu den Kosten f\u00fcr technische Pflegehilfsmittel muss die pflegebed\u00fcrftige Person einen Eigenanteil von zehn Prozent, maximal jedoch 25 Euro zu zahlen, es sei denn, es besteht eine Zuzahlungsbefreiung. Die Pflegekasse teilt dann mit, wie und \u00fcber welchen Anbieter, zum Beispiel \u00fcber welches Sanit\u00e4tshaus, das Hilfsmittel besorgt werden kann. Die Versorgung umfasst auch die individuelle Anpassung, die Instandsetzung, Wartung und\/oder Ersatzbeschaffung, die Ausbildung im Gebrauch des Hilfsmittels und eventuell die Kosten f\u00fcr den Betrieb (z.B. Stromkosten)&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Regel wird die g\u00fcnstigste geeignete Variante des jeweiligen Hilfsmittels zur Verf\u00fcgung gestellt. Entscheidet man sich f\u00fcr ein teureres Hilfsmittel, als es das Rezept vorsieht, muss die gesamte Kostendifferenz selbst gezahlt werden.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Kreisseniorenrat empfiehlt: Lassen Sie sich zu den M\u00f6glichkeiten und verschiedenen Varianten von Hilfsmitteln z.B. im Sanit\u00e4tshaus <strong>beraten<\/strong>. Auch eine h\u00f6here Zuzahlung kann sich lohnen, wenn eine teurere Variante besser zu handhaben ist. Beispielsweise kann ein Leichtgewicht-Modell eines Rollators dabei helfen, T\u00fcrschwellen oder einzelne Stufen zu \u00fcberwinden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Hilfsmittel<\/strong> k\u00f6nnen auch unabh\u00e4ngig von einem Pflegegrad genehmigt werden. In diesem Fall werden sie dann nicht als \u201e<strong>Pflege<\/strong>hilfsmittel\u201c, sondern nur als \u201eHilfsmittel\u201c bezeichnet, k\u00f6nnen ausschlie\u00dflich vom Arzt verordnet und \u00fcber die Krankenkasse abgerechnet werden. Ziel ist nicht die Erleichterung der Pflege, sondern Behinderungen oder Erkrankungen auszugleichen und den Behandlungserfolg zu unterst\u00fctzen. F\u00fcr Hilfsmittel gilt die Zuzahlungsregel von 10 Prozent &#8211; mindestens jedoch 5 Euro und maximal 10 Euro. Ein Hilfsmittel-Rezept muss innerhalb von\u202f<strong>28 Kalendertagen<\/strong>\u202f(4 Wochen) bei der zust\u00e4ndigen Kasse eingereicht werden, sonst verf\u00e4llt es.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weitere Informationen zu diesem oder anderen Themen rund um das Thema Pflege geben die Pflegest\u00fctzpunkt-Standorte in B\u00f6blingen, Herrenberg, Leonberg und Sindelfingen, sowie die iav- und Beratungsstellen vor Ort. Die Kontaktdaten und Einzugsgebiete sind unter anderem im <a href=\"https:\/\/kreisseniorenrat-boeblingen.de\/ksrbb\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/2025-wegweiser_web.pdf\">\u201eWegweiser f\u00fcr \u00e4ltere Menschen und deren Angeh\u00f6rige\u201c<\/a> des Landratsamtes B\u00f6blingen sowie im Internet unter www.lrabb.de\/IAV_Stellen zu finden. Privatversicherte k\u00f6nnen sich an die Compass Pflegeberatung (Tel.: 0800-101 88 00) wenden.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was sind Pflegehilfsmittel?Pflegehilfsmittel sollen die h\u00e4usliche Pflege erleichtern und dazu beitragen, Beschwerden zu lindern oder der pflegebed\u00fcrftigen Person eine selbstst\u00e4ndigere Lebensf\u00fchrung erm\u00f6glichen. 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