{"id":131,"date":"2023-04-24T16:52:57","date_gmt":"2023-04-24T14:52:57","guid":{"rendered":"http:\/\/neu.kreisseniorenrat-boeblingen.de\/?page_id=131"},"modified":"2023-11-17T19:56:17","modified_gmt":"2023-11-17T18:56:17","slug":"patientenbegleitung-im-krankenhaus","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/kreisseniorenrat-boeblingen.de\/ksrbb\/projekte\/praevention-pflege\/patientenbegleitung-im-krankenhaus\/","title":{"rendered":"Patientenbegleitung im Krankenhaus"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-page\" data-elementor-id=\"131\" class=\"elementor elementor-131\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-79afb7cd elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"79afb7cd\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-2e1ee3a\" data-id=\"2e1ee3a\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-d2db3e4 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"d2db3e4\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Patientenbegleitung im Krankenhaus<\/h1>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Situation:<\/strong><\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung stellt die steigende Anzahl von immer \u00e4lteren Patienten die Krankenh\u00e4user zunehmend vor gro\u00dfe Herausforderungen. Gerade diese Patientengruppe hat meist Probleme, sich in der f\u00fcr sie fremden Umgebung zurechtzufinden. H\u00e4ufig kommt es dann zu akuten Verwirrtheitszust\u00e4nden im Sinne eines Delirs oder zu Depressionen. Studien belegen, dass der Einsatz von Patientenbegleitern geeignet ist, Delir und Depressionen von Patienten vorzubeugen oder ganz zu vermeiden.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit Juli 2017 f\u00fchrt der KSR ein neues Projekt durch. In Kooperation mit dem Klinikum SW und dem Verein FISH e.V. Leonberg werden \u00e4ltere Patienten im Krankenhaus besucht mit dem Ziel, die Gefahr f\u00fcr ein Delir oder eine Depression zu reduzieren.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ein Delir:<\/strong><\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Delir ist ein akuter Verwirrtheitszustand. Bei \u00e4lteren Patienten tritt er in 25% w\u00e4hrend eines Krankenhausaufenthaltes auf. Er f\u00fchrt h\u00e4ufig zu einer immensen Verschlechterung der Alltagsf\u00e4higkeiten und birgt die Gefahr dass 20% der Patienten an den Folgen versterben.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Patientenbegleiter:<\/strong><\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ehrenamtliche Patientenbegleiter st\u00e4rken mit ihren Besuchen gef\u00e4hrdete \u00e4ltere Patienten in ihren Alltagsf\u00e4higkeiten und geben in der ungewohnten Umgebung Orientierung.<br \/>Abgestimmt mit \u00c4rzten und von den Krankenschwestern ausgew\u00e4hlt, werden \u00e4ltere Patienten nachmittags betreut.<br \/>Sie \u00fcbernehmen keine pflegerischen Aufgaben, sondern begleiten die Patienten individuell. Die ehrenamtlichen Patienten-begleiter\/innen geben Orientierung, unterhalten sich, lesen vor, machen Spiele, unternehmen kleine Spazierg\u00e4nge \u2013 und haben Zeit, welche die Krankenschwestern nicht haben.<br \/>Die Patientenbegleiter erhalten eine fundierte Aus- und Weiterbildung, eine kleine \u00a0Aufwandsentsch\u00e4digung und sind unfall- und haftpflichtversichert.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir bedanken uns ganz besonders bei unseren Sponsoren, die uns erm\u00f6glichen, unseren Patientenbegleiter\/innen eine kleine Aufwandsentsch\u00e4digung zu bezahlen. Es sind: Landkreis B\u00f6blingen, Rotarier B\u00f6blingen, F\u00f6rderverein des Krankenhauses Sindelfingen, Kreissparkasse B\u00f6blingen, AOK Stuttgart-B\u00f6blingen, Sanit\u00e4tshaus Schaible.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Der Weg zu uns:<\/strong><br \/>Wenn Sie sich f\u00fcr die T\u00e4tigkeit eines Patientenbegleiters interessieren, bitte sprechen Sie uns an:<br \/>Tel. 07031\/ 813417 oder 07152\/ 30799-11<br \/>Weitere Informationen: Mehr \u00fcber das Projekt erfahren Sie im\u00a0<a href=\"https:\/\/kreisseniorenrat-boeblingen.de\/ksrbb\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/2018-01_PatBegl-Flyer.pdf\">\u201eFlyer Patientenbegleitung\u201c<\/a>\u00a0und im Vortrag\u00a0<a href=\"https:\/\/kreisseniorenrat-boeblingen.de\/ksrbb\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/2018-01_PatBegl-Vortr.pdf\">\u201e<\/a><a href=\"https:\/\/kreisseniorenrat-boeblingen.de\/ksrbb\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/2018-01_PatBegl-Flyer.pdf\">KSR Patientenbegleitung\u201c<\/a>.<\/p>\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\" \/>\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/kreisseniorenrat-boeblingen.de\/ksrbb\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/logo-drei.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"799\" height=\"108\" class=\"wp-image-1737\" src=\"https:\/\/kreisseniorenrat-boeblingen.de\/ksrbb\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/logo-drei.png\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/kreisseniorenrat-boeblingen.de\/ksrbb\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/logo-drei.png 799w, https:\/\/kreisseniorenrat-boeblingen.de\/ksrbb\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/logo-drei-300x41.png 300w, https:\/\/kreisseniorenrat-boeblingen.de\/ksrbb\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/logo-drei-768x104.png 768w\" sizes=\"(max-width: 799px) 100vw, 799px\" \/><\/a><\/figure>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00a0<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Historie:<\/strong><\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Pilotprojekt begann im Juli 2017 in der Unfallchirurgie im Klinikum Sindelfingen. Nach sehr guten Ergebnissen wurde es auf 11 Pflegebereiche in den 4 \u00a0Krankenh\u00e4usern Sindelfingen, B\u00f6blingen, Leonberg und Herrenberg ausgedehnt. Bisher \u00a0wurden \u00fcber 7.000 Patienten betreut, keiner davon erlitt ein Delir oder eine Depression.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Projektmanagement:<\/strong>\u00a0Das Projekt wird durch ein fundiertes Projektmanagement begleitet mit entsprechender Dokumentation, Statusgespr\u00e4chen und Qualit\u00e4tssicherung:<\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Alle 4 Wochen: Projekt-Team-Besprechungen mit den Patientenbegleitern und Stationsschwestern mit Aussprache und Erfahrungsaustausch<\/li>\n\n<li>Alle 4 Monate: Projekt-Status-Besprechung u.a. mit Patientenbegleitern, \u00c4rzten, Krankenschwestern, Pflegedienstleitung. Dazu Vortr\u00e4ge zur Weiterbildung\u00a0 mit medizinischen Themen, u.a. zu Demenz, Delir, Depression, Polypharmazie usw.<\/li>\n\n<li>Fortw\u00e4hrende pers\u00f6nliche Betreuung und Beratung der Patientenbegleiter<\/li>\n\n<li>Leitlinien f\u00fcr die T\u00e4tigkeit der Patientenbegleiter, Projekt-Infoblatt f\u00fcr Angeh\u00f6rige<\/li>\n\n<li>Ein \u00dcbergabeprotokoll wird f\u00fcr den Patientenbegleiter durch das Pflegepersonal erstellt mit Angaben was der Patient darf und was nicht<\/li>\n\n<li>Erstellung eines Tagesberichts durch den Patientenbegleiters nach jedem Besuch<\/li>\n\n<li>Beurteilung: Was hat der Besuch dem Patienten gebracht?\u00a0Note derzeit: 1,4<\/li>\n\n<li>Zusammenarbeit mit vorhandenen Teams in den Kliniken ist selbstverst\u00e4ndlich<\/li>\n\n<li>Qualit\u00e4ts- und Erfolgskriterien wurden erstellt und werden \u00fcberpr\u00fcft<\/li>\n\n<li>Status-Berichte gehen u.a. an Klinikchefs, \u00c4rzte, Pflegedienstleiter, LRA, Kreisr\u00e4te<\/li>\n<\/ul>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Erfolg des Projekts:<\/strong>\u00a0Bei den bisher begleiteten \u00fcber 7.000 Patienten wurde weder ein Delir noch eine Depression festgestellt. Die durch Studien belegten Kosteneinsparungen durch Patientenbegleitung sind \u00fcber 200.000 \u20ac im Jahr.\u00a0Die Krankenschwestern bescheinigen, dass die besuchten Patienten ruhiger sind, kaum den Rufknopf bet\u00e4tigen, mehr Appetit zeigen, ruhiger schlafen und so die Nachtschicht entlasten. Das Pflegepersonal\u00a0 und die \u00c4rzte bezeichnen das Angebot als sehr erfolgreich und als eine gro\u00dfartige Einrichtung. Auch die Patientenbegleiter sind hoch motiviert, erhalten f\u00fcr ihr geduldiges Begleiten meist auch etwas zur\u00fcck: \u201eEin L\u00e4cheln des Patienten am Ende unseres Gespr\u00e4chs beschwingt mich auf dem ganzen Heimweg\u201c.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Projekt gewann im Juli 2018 den\u00a0<strong>1. Preis bei QuMiK<\/strong>\u00a0(Qualit\u00e4t und Management im Krankenhaus &#8211; 35 Krankenh\u00e4user) und im Sept. 2019 den\u00a0<strong>Deutschen Patienten-preis.<\/strong>\u00a0Andere Landkreise sind an diesem Projekt sehr interessiert; wir beraten diese\u00a0gerne.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/kreisseniorenrat-boeblingen.de\/ksrbb\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/patientenbegleitung-03.jpg\"><img decoding=\"async\" width=\"777\" height=\"544\" class=\"wp-image-1728\" src=\"https:\/\/kreisseniorenrat-boeblingen.de\/ksrbb\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/patientenbegleitung-03.jpg\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/kreisseniorenrat-boeblingen.de\/ksrbb\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/patientenbegleitung-03.jpg 777w, https:\/\/kreisseniorenrat-boeblingen.de\/ksrbb\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/patientenbegleitung-03-300x210.jpg 300w, https:\/\/kreisseniorenrat-boeblingen.de\/ksrbb\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/patientenbegleitung-03-768x538.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 777px) 100vw, 777px\" \/><\/a><\/figure>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00a0<\/p>\n\n<figure class=\"gb-block-image gb-block-image-15db589b\"><img decoding=\"async\" width=\"1076\" height=\"606\" class=\"gb-image gb-image-15db589b\" title=\"patientenbegleitung-04\" src=\"https:\/\/kreisseniorenrat-boeblingen.de\/ksrbb\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/patientenbegleitung-04.jpg\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/kreisseniorenrat-boeblingen.de\/ksrbb\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/patientenbegleitung-04.jpg 1076w, https:\/\/kreisseniorenrat-boeblingen.de\/ksrbb\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/patientenbegleitung-04-300x169.jpg 300w, https:\/\/kreisseniorenrat-boeblingen.de\/ksrbb\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/patientenbegleitung-04-1024x577.jpg 1024w, https:\/\/kreisseniorenrat-boeblingen.de\/ksrbb\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/patientenbegleitung-04-768x433.jpg 768w, https:\/\/kreisseniorenrat-boeblingen.de\/ksrbb\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/patientenbegleitung-04-800x450.jpg 800w\" sizes=\"(max-width: 1076px) 100vw, 1076px\" \/><\/figure>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gewinn 1. Preis bei QuMiK\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 Gewinn des Deutschen Patientenpreises 2019\u00a0\u00a0<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Start des Parallel-Projekts Intensiv-Begleitung (IB):<\/strong>\u00a0Nach diesen sehr ermutigenden \u00a0Erfahrungen wurde im Mai 2019 das Projekt IB gestartet, einer Intensiv-Begleitung. Da-bei werden Patienten am Sp\u00e4tnachmittag vor ihrer OP von einem Patientenbegleiter betreut, Vertrauen auf- und Angst abgebaut und mit der Situation vertraut gemacht. Am n\u00e4chsten Tag, dem Tag der OP, besucht dieser Patientenbegleiter den Patienten, beruhigt ihn und begleitet ihn bis zur Schleuse. Nach der OP holt er den\u00a0 Operierten vom Aufwachraum ab, begleitet ihn in sein Zimmer und bleibt bis zur Mittagszeit.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Durch diese gute Erfahrung im Umgang der Patientenbegleiter\/innen bzgl. des Aufwachraums hat die Klinik-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung entschieden, den\u00a0<strong>Aufwachraum auch f\u00fcr alle Angeh\u00f6rige f\u00fcr deren Patienten zuzulassen<\/strong>. Ein gro\u00dfer Nebeneffekt unseres IB Projekts zum Wohle der Patienten.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Besuch von ISO-Patienten:\u00a0<\/strong>Nicht selten werden die Patientenbegleiter\/innen von der Krankenschwester gefragt, ob sie auch Patienten, die isoliert in einem Einzelzimmer liegen begleiten w\u00fcrden. Die meisten der Begleiter\/innen stimmen dem zu, m\u00fcssen sich total verkleiden um keine weitere Keime zum Patienten zu bringen und auch um sich zu sch\u00fctzen. Ganz ber\u00fchrende Gespr\u00e4che finden dann statt, denn diese Patienten sind total isoliert, bekommen nur selten Besuch, auch die Krankenpfleger\/innen haben keine Zeit, sich der Umzieh-Prozedur zu unterziehen. Ein \u00e4lterer Chefarzt meinte: \u201eIch habe noch nie in meiner Praxis so eine lachende ISO-Patientin gesehen wie nach dem Besuch der Patientenbegleiterin\u201c.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Patientenbegleiter\/innen:<\/strong>\u00a0Von den 75 Ehrenamtlichen sind 70 weiblich und 5 m\u00e4nnlich, vier ehemalige \u00c4rztinnen und ein Apotheker sind darunter. Die typische Patientenbegleiterin ist zwischen 70 und 75 Jahre alt, hat Eltern und meist auch ihren Mann gepflegt, hat Erfahrung im Umgang mit Pflegebed\u00fcrftigen, meist auch Demenz-kranken, wei\u00df wie es im Krankenhaus zugeht. Alleine lebend, meist etwas einsam, sucht sie eine sinnvolle, soziale T\u00e4tigkeit, wo sie sich einbringen kann. Sie ist dankbar f\u00fcr die kleine Aufwandsentsch\u00e4digung, damit sie keine eigenen Kosten f\u00fcr die Fahrt zur Klinik hat. Die Teams treffen sich mittlerweile privat zum Kaffeetrinken. Somit f\u00f6rdert das Projekt im Nebeneffekt ein soziales Miteinander. Alle Patientenbegleiter\/innen sind hochmotiviert und kommen auch zu unseren monatlichen Team-Besprechungen.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Gewinnen\u00a0von Ehrenamtlichen und die Ausbildung:<\/strong>\u00a0Dieses Projekt hat eine gro\u00dfe Leuchtkraft, zahlreiche Presseberichte gibt es dar\u00fcber. Viele Interessierte aus dem gesamten Landkreis melden sich um mehr \u00fcber die Vorgehensweise bei der Patientenbegleitung zu erfahren. Die meisten sagen spontan zu. In einer 30-st\u00fcndigen Ausbildung werden pflegerische und medizinische Themen behandelt, wie man Gespr\u00e4che f\u00fchrt und auch abschlie\u00dft und auch\u00a0mit problematischen Situationen umgeht.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Evaluation des Projektes Patientenbegleitung:<\/strong>\u00a0Gemeinsam mit den \u00c4rzten im Klinikverbund plant der KSR eine Evaluation des Projektes durchzuf\u00fchren. Hierbei soll die Verbindung zu den vorhandenen Besuchsdiensten (Nicht-Kirchlich) in unseren Kommunen hergestellt werden. Ziel ist, zu erfahren und beobachten, ob sich bei den aus der Klinik entlassenen Patienten nachtr\u00e4glich noch ein Delir oder eine Depression eingestellt hat. Punkte des Datenschutzes werden selbstverst\u00e4ndlich ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Partner und F\u00f6rderung des Projekts:<\/strong>\u00a0Die Patientenbegleiter werden betreut vom Verein FISH e.V. Leonberg. Dieser sorgt f\u00fcr deren Ausbildung, Einsatz und Betreuung, f\u00fcr Bezahlung der Aufwandsentsch\u00e4digung und f\u00fcr Unfall- und Haftpflichtversicherung. Die gesamten Kosten des Projektes werden vom Kreisseniorenrat getragen.<\/p>\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Viele Unterst\u00fctzer und Referenzen<\/strong>\u00a0<strong>&#8211; hier einige Beispiele:<\/strong><\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Prof. Jochen Maas, Vize-Pr\u00e4sident des \u201eHouse of Pharma &amp; Healthcare\u201c<\/strong>\u00a0bei der Verleihung des Dt. Patientenpreises am 2.9.19: Dieses Projekt hat uns in der Jury alle \u00fcberzeugt, es ist ein Angebot von Mensch zu Mensch, mit hoher Beteiligung, nachhaltig und kann leicht von anderen Kliniken \u00fcbernommen werden. Es hat mit Recht den Preis aus 51 Mitbewerber-Projekten gewonnen\u201c\u00a0<strong>\u00a0<\/strong><\/li>\n\n<li><strong>Dr. J\u00f6rg Noetzel, Gf Klinikverbund SW mit 6 Krankenh\u00e4usern:<\/strong>\u00a0\u201eDas Projekt ist sowohl aus Sicht der Patienten als auch aus Sicht unserer Mitarbeiter\/innen ein voller Erfolg. Es tr\u00e4gt nicht nur zur Delirvermeidung bei, sondern gleichzeitig auch zur merklichen Entlastung des Personals, indem beispielsweise die Patienten ge-l\u00f6ster sind und ruhiger in den Schlaf finden. Basis f\u00fcr den Erfolg ist neben dem per-s\u00f6nlichen Engagement aller Kooperationspartner vor allen Dingen die gemeinsame \u00a0Grundidee, zentrale Bed\u00fcrfnisse des Patienten \u00fcber die pflegerische und medizi-nische Versorgung hinaus, n\u00e4mlich die Bed\u00fcrfnisse nach N\u00e4he, Zeit und Zuspruch verst\u00e4rkter in den klinischen Alltag zu integrieren.&#8220;<\/li>\n\n<li><strong>Landrat Roland Bernhard:<\/strong>\u00a0Diese Patientenbegleitung ist eines von zahlreichen innovativen Dienstleistungsangeboten des Kreisseniorenrates. Ein Musterbeispiel an zivilgesellschaftlichem Engagement, welches hochprofessionell organisiert, nach-haltig getragen und als zwischenzeitlich praxisbew\u00e4hrtes Beispiel \u00fcbertragbar auf viele Regionen in Deutschland ist. Zahlreiche Landratskolleginnen und \u2013kollegen sind brennend daran interessiert, dieses Modell in ihren Landkreis zu \u00fcbertragen. Ich w\u00fcrde mich sehr freuen, wenn dies mit Know-how-Transfer und der Unter-st\u00fctzung des KSR gelingt.<\/li>\n\n<li><strong>Prof. Axel Prokop, Chefarzt Unfallchirurgie Klinikum Sindelfingen<\/strong>: \u201eDie Tatsache, dass bei \u00fcber 6000 Patienten, die vom Team begleitet wurden, kein einziges Delir und auch keine Depression aufgetreten ist, ist erstaunlich. Ent-sprechend vieler Statistiken und unserer Erfahrung m\u00fcssten eigentlich mind. 200 Patienten ein Delir erlitten haben. Dies bringt unsere \u00dcberlegungen zur Vermeidung von Delirs im Krankenhaus auf eine ganz andere Ebene einer intensiveren sozial-medizinischen Betreuung\u201c.<\/li>\n\n<li><strong>Dr. Karl-Michael Reinauer, Geriater und Chefarzt Altersmedizin Sindelfingen:\u00a0<\/strong>Durch die Patientenbegleiter hat sich in den besuchten Pflegebereichen die Atmos-ph\u00e4re sehr gebessert. Die Vorbesprechungen der Schwestern mit den Patienten-begleitern \u00fcber die zu besuchenden Patienten werden sachlich und fachlich gut gef\u00fchrt. Die ruhige und empathische Art der Patientenbegleiter\/innen hat eine R\u00fcckstrahlung auf die Pflege. Ich glaube, das wirkt auf die Stationen stabilisierend\u201c.<\/li>\n<\/ul>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Zusammenfassung:<\/h3>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Ein Projekt von Mensch zu Mensch: 75 hochmotivierte Patientenbegleiter\/innen betreuten bisher \u00fcber 7.000 Patienten ohne dass bei den besuchten Patienten ein Delir oder eine Depression aufgetreten ist.<\/li>\n\n<li>Eine 4-fache Win-Win-Situation: Patienten, \u00c4rzte, Pflegekr\u00e4fte und auch die Patientenbegleiter\/innen sind sehr zufrieden sogar begeistert von dieser T\u00e4tigkeit.<\/li>\n\n<li>Die guten medizinischen Ergebnisse geben Anlass zu \u00dcberlegungen, das Thema soziale Begleitung zus\u00e4tzlich zur medizinischen und pflegerischen Versorgung in den Kliniken weiter auszubauen.<\/li>\n\n<li>Das Zwillingsprojekt \u201eIntensiv Begleitung\u201c vor und nach einer OP sollte verst\u00e4rkt werden.<\/li>\n\n<li>Andere Landkreise sind an diesem Projekt sehr interessiert. Die \u00dcbertragung dieses Angebots auf weitere Krankenh\u00e4user und andere Landkreise ist leicht m\u00f6glich. Wir beraten und unterst\u00fctzen gerne.\u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Patientenbegleitung im Krankenhaus Die Situation: Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung stellt die steigende Anzahl von immer \u00e4lteren Patienten die Krankenh\u00e4user zunehmend vor gro\u00dfe Herausforderungen. Gerade diese Patientengruppe hat meist Probleme, sich in der f\u00fcr sie fremden Umgebung zurechtzufinden. H\u00e4ufig kommt es dann zu akuten Verwirrtheitszust\u00e4nden im Sinne eines Delirs oder zu Depressionen. 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