Die Neuerungen in der Pflege:

Umgang mit Demenzkranken - Beobachtungen und Anregungen

In Deutschland leben gegenwärtig 1,7 Millionen Demenzkranke. Zwei Drittel von ihnen haben bereits das 80. Lebensjahr vollendet, nur etwa 20.000 sind jünger als 65 Jahre. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein 90-jähriger Demenz bekommt sind 50%. Sofern kein Durchbruch in Prävention und Therapie gelingt, wird die Zahl der an Demenz Erkrankten bis 2050 auf etwa 3 Millionen steigen. Zwei Drittel aller Demenzkranken sind von der Alzheimer-Krankheit betroffen. Die starke Zunahme ist bedingt durch die steigende Lebenserwartung. Gegenüber unseren Großeltern leben wir statistisch 13 Jahre länger, davon 10 Jahre gesund und 3 Jahre mit gesundheitlichen Einbußen.

Jedem Demenzkranken können im allgemeinen statistisch 2 Pflegende zugeordnet werden. Zu 90% sind dies Frauen - die Pflege ist "weiblich" - und über 70 % pflegen zu Hause.

Beeindruckt von diesen Zahlen und Entwicklungen hat der Kreisseniorenrat einige Beobachtungen im Umgang mit Demenzkranken zusammen getragen. Diese ergaben sich nach Erfahrungen  in der eigenen Familie und nach zahlreichen Gesprächen mit anderen Pflegenden. Diese 12 Beobachtungen und Anregungen finden Sie hier.

KSR Info-Tag zu "Neuerungen in der Pflege" am 23. Feb. 2017 in Böblingen

Plakat für die Veranstaltung ...

Die Neuerungen in der Pflege durch 3 neue Pflegestärkungsgesetze sind gravierend. Man schätzt, dass 30-50 % der möglichen Leistungen nicht abgerufen werden weil man diese nicht kennt. Auch die Abrechnungen zu den Leistungen sind meist nicht transparent und werfen Fragen auf. Der KSR widmet sich dem Thema „Neue Pflege“ und lud zum zweiten Mal zu einem Infotag ein: Am 23. Feb. 2017 in Böblingen ins Haus am Maienplatz.

120 Teilnehmer aus dem gesamten Landkreis und zahlreiche davon im Bereich Pflege tätig lauschten den Vorträgen der Experten und erhielten Antworten auf ihre vielen Fragen. Da diese Neuerungen nicht einfach zu überblicken sind, hat der KSR 10 Tipps zusammen gestellt, die Anregungen geben sollen wie man vorgeht und auch wie man Finanzierungen von Leistungen gestalten kann. Diese 10 Tipps finden Sie –> hier ...

Hier findet man auch noch die Beiträge der Referenten:

Informationen zur Pflege und zu den neuen Pflegestärkungsgesetzen erhalten Sie u.a. bei den iav-Stellen im Landkreis, die Sie finden unter: www.lrabb.de (Dienstleistungen –> iav-Stellen) Gemeinde auswählen.

10 Tipps des KSR zur neuen Pflege und 10 Tipps zur 24-Stunden-Betreuung zu Hause

Neuerungen in der Pflege

Die 3 neuen Pflegestärkungsgesetze (PSG) bedeuten einen Paradigmenwechsel in der Pflege. Sie bringen eine neue Sicht und einen neuen Maßstab in der Beurteilung der Pflegebedürftigkeit. Die Leistungen durch die neuen PSG sind erheblich verbessert, jedoch nicht einfach zu überblicken. Sie sind in verschiedenen Gesetzen als Zusätze eingebettet. Für eine Leistungsart kann man mehrere andere mit heranziehen. So kann man beispielsweise für die Finanzierung einer Nachbarschaftshilfe den dafür vorgesehenen Entlastungsbetrag noch aufbessern mit dem Budget der Verhinderungspflege und der Kurzzeitpflege, falls beides nicht in Anspruch genommen wurde.

Für die Neuerungen in der Pflege hat der KSR eine Liste mit 10 Tipps erstellt; siehe –> hier ... Zusätzlich wurden auch 10 Tipps zur „24-Stunden-Betreuung zu Hause“ veröffentlicht; diese finden Sie –> hier ...

Manfred Koebler, Vors. KSR

KSR Beiratssitzung mit Schwerpunktthema „Neue Pflege“ am 21. Feb. 2017

Die Neue Pflege – Hintergründe, Ziele, Erwartungen, Erreichtes

Barbara Lauffer-Spindler, Leitende Referentin für Altenhilfe und Pflege von der Samariterstiftung Nürtingen, beschrieb in einer faszinierenden Darstellung die Entstehungsgeschichte der Pflegeversicherung (PV), die Entwicklung des Begriffs der Pflegebedürftigkeit und die Instrumente zur Begutachtung. Nach Darstellung der 3 neuen Pflegestärkungsgesetze (PSG) erläuterte sie die Ziele der PSG, die damit verbundenen Erwartungen und skizzierte Entwicklungspotentiale in der Pflege. Mehr findet man unter Punkt 3 des Protokolls –> hier...
Den Vortrag von Frau Lauffer-Spindler findet man hier ebenfalls –> mehr ...

Informationsveranstaltung am 12. Dez. 2016 in Sindelfingen

Poster mit Ankündigung

Am Montag, 12. Dez. 2016 fand in der Stadthalle Sindelfingen eine Veranstaltung mit dem Thema „Neuerungen in der Pflege“ statt. Der Kreisseniorenrat, der Stadtseniorenrat und die iav-Stelle Sindelfingen luden dazu ein. Erfahrene Referenten informierten über die gravierenden Neuerungen und verbesserten Leistungen durch die neuen Pflegestärkungsgesetze.

Die Neue Pflege erfährt einen Paradigmenwechsel: Demenzkranke werden voll berücksichtigt, Einstufungen erfolgen nach 64 Kriterien in 5 Pflegegrade mit viel Ermessensspielraum, Pflegende erhalten verbesserte Absicherungen im Alter, der Eigenanteil bei den Pflegeeinrichtungen ist einheitlich für alle Pflegegrade allerdings unterschiedlich von Heim zu Heim.

Das Gesundheitsministerium meint, dass dadurch 500.000 Menschen mehr Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung haben und die gesamten Leistungen sich um 20% erhöhen. Jedoch schätzt man, dass mindestens 30% dieser neuen Leistungen nicht abgerufen werden weil man sie nicht kennt.

Kurzfristig wichtig ist: Für Personen mit körperlichen Beeinträchtigungen, die gepflegt werden müssen und noch keine Pflegestufe haben, sollten unbedingt noch bis 31.12.2016 Antrag auf Einstufung stellen. Denn die rein körperlichen Defizite werden im neuen Verfahren ab 1.01.2017 nicht mehr so gewichtet wie bisher.

Hier finden Sie den Vortrag von Norbert Völkerath, stellv. Geschäftsführer der AOK Stuttgart-Böblingen –> mehr ... Auch die Ausführungen von Robert Keller, Geschäftsführer des Betreuungsvereins FISH in Leonberg.

 
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