Kreisseniorenrat-Böblingen - Donnerstag, 21. Februar 2019
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KSR Beiratssitzung am 19. Feb. 2019 mit dem Schwerpunktthema:
Moderne Verfahren der Hüft- und Kniegelenk-Prothetik

Prof. Stefan Kessler, Chefarzt Orthopädie und Leiter Endozentrum im Klinikverbund SW stellte die modernen Techniken, Vorgehensweisen und Behandlungsmöglichkeiten beim Einbau einer Hüft- bzw. Kniegelenk-Prothese vor – so wie diese auch im Klinikum Sindelfingen angewandt werden. Im Einzelnen führte er aus:

  • Zwei Drittel der über 65-Jährigen sind von einer Arthrose (Gelenkverschleiß) betroffen
  • Das Arthrose-Risiko steigt mit erhöhtem Körpergewicht
  • Mit einer OP sollte man nicht zu lange warten: Patienten mit weniger Schmerzen und geringerer Funktionseinschränkung vor der OP erzielen ein deutlich besseres Ergebnis
  • Ein Verfahren gilt dann als modern wenn folg. 4 Punkte den neuesten Erkenntnissen entsprechen: Verankerung, Prothesen-Design, Abriebverhalten und Zugangswege
  • Eine auf dem Markt erschienene neue Prothese muss nicht immer die beste sein; sehr wichtig ist eine Langzeiterprobung
  • Die Frage bei der Hüft-OP ob „zementiert“ oder „zementfrei“ ist nicht entscheidend, viel wichtiger ist die Frage nach den Gleitpaaren, die eingesetzt werden. Keramik in Polyethylen ist derzeit die günstigste Kombination
  • Die Wahl des Implantats ist abhängig vom Alter, von der Knochenqualität und der Oberschenkelform
  • Wenn möglich wird die Endoprothetik minimalinvasiv durchgeführt: Muskeln werden nicht durchtrennt, geringere Gewebeschädigung und Blutverlust, weniger Schmerzen
  • Bei einer Knie-OP werden die abgenützten Knorpeloberflächen von der Oberschenkel-rolle und vom Schienbeinkopf ersetzt durch einen Schlitten
  • Erst bei der OP kann entschieden werden, ob ein einseitiger Schlitten genügt oder ein doppelseitiger eingesetzt werden muss. Prof. Kessler kann diese Änderung während der laufenden OP vornehmen. Er holt sich vorher das Einverständnis des Patienten dazu ein
  • Während bei einer Hüftgelenks-OP das Endergebnis nach 3 Monaten erreicht ist, muss man sich beim Kniegelenk-Ersatz 6 Monate gedulden
  • Das OXFORD-Kniesystem ist derzeit das am besten erprobte mit sehr guten Langzeit-ergebnissen über 20 Jahre, geringerem Schmerz, weniger Knochenverlust und natürlichem Bewegungsablauf
  • Im Endozentrum SW werden die Grundlagen für das 4-Qualitäts-Säulen-Konzept des Klinikums Sindelfingen gelegt: Optimale Implantate, minimalinvasive Behandlung, geringster Blutverlust und bestmögliche Keimreduzierung
  • Das Ziel dieser patientenfreundlichen Endoprothetik ist, den Patienten die Schmerzen zu nehmen, ihnen ihre Mobilität und damit wieder mehr Lebensqualität zurückzugeben
  • Prof. Kessler gehört zu den in Deutschland führenden und best bewerteten Spezialisten für Hüft-Prothetik.

Den Vortrag von Prof. Kessler findet man  HIER

Manfred Koebler

Vorsorgende Verfügungen am 15. Nov. 2018 in Herrenberg mit nahezu 600 Besuchern

Am Donnerstag, 15. November 2018 fand in der Stadthalle in Herrenberg eine Veranstaltung mit den Themen „Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung“ statt. Die Stadt Herrenberg, der Stadtseniorenrat Herrenberg und der Kreisseniorenrat luden dazu ein. Erfahrene Referenten informierten aus ihrer Sicht über die verschiedenen Verfügungen und Vollmachten mit den Möglichkeiten, rechtzeitig Vorsorge zu treffen.

Nahezu 600 Teilnehmer kamen in die Stadthalle und erhielten am Eingang die neue Vorsorge-Broschüre des Kreisseniorenrats mit den Formularen zur Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. Dann hatten sie noch Gelegenheit, sich an Ständen im Foyer zu informieren. 18 Vereine und Organisationen aus dem sozialen Bereich präsentierten dort ihre Angebote und Dienstleistungen. Darunter auch die Präventionsbeauftragten der Polizei.

Die Redner bei dieser Veranstaltung waren:

  • Andreas Kleiß, Leiter der Betreuungsbehörde des Landratsamtes Böblingen
  • Dr. Dieter W. Lohrer, Notar in Herrenberg
  • Dr. med. Winfried Schürmann, Chefarzt für Anästhesie und Intensivmedizin im Krankenhaus in Herrenberg.

Landrat Roland Bernhard und Finanzbürgermeisterin Gabrielle Götz-Getzeny begrüßten die Teilnehmer und betonten, wie wichtig Vorsorgende Verfügungen sind. Großen Beifall erhielt der Landrat als er sagte, er stehe voll hinter dem sehr guten Krankenhaus in Herrenberg. Manfred Koebler, Vorsitzender des Kreisseniorenrats führte die Moderation. Er meinte: „Der KSR kommt gerne nach Herrenberg und arbeitet auch sehr eng und gut mit verschiedenen Funktionen in Herrenberg zusammen. Er nahm den Hinweis auf das Krankenhaus auf und informierte, dass seit September 2018 ein Team von 10 Ehrenamtlichen Patientenbegleitung bei Patienten im Krankenhaus Herrenberg durchführen. Dieses Projekt läuft seit Juli 2017 in den Krankenhäusern Sindelfingen, Böblingen und Leonberg und brachte schon über 2.200 Krankenbesuche. Noch bei keinem ist ein Delir noch eine Depression eingetreten.

„Beeindruckt waren wir von der Atmosphäre: Wie aufgeschlossen und freundlich die Besucher in die Halle kamen, wie sie bei Entgegennahme der Vorsorge-Broschüren bereits die ersten Fragen stellten, wie sie interessante Gespräche mit den Ausstellern führten, dann konzentriert fast 2 Stunden den Ausführungen der Sprecher zuhörten und dann noch gute Fragen stellten, das war schon super“, so Manfred Koebler.

Die Vorträge der Referenten finden Sie unter A. Kleiß und Dr. W. Schürmann und M. Koebler.

Im Kapitel „Dokumente und Broschüren“ können Sie sich die Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht ausdrucken. In diesem Kapitel finden Sie noch Hinweise zur Registrierung Ihrer Dokumente im Vorsorgeregister, ein Beispiel für Bevollmächtigungen an mehrere Familienmitglieder und wie man die Patientenverfügung mit einer Organspende verbinden kann und noch Vieles mehr.

Manfred Koebler, Vors. KSR
E-Mail: manfred.koebler (at) gmail.com

21.9.18 Welt-Alzheimer-Tag - Vorträge zu Demenz in Böblingen

Am weltweiten Tag der Alzheimer Krankheit organisierte Dieter Steinle gemeinsam mit der Altenhilfefachberatung des Landratsamts eine Vortragsveranstaltung mit Einbindung der "Helga und Dieter Steinle Stiftung". Diese im Jahr 2017 gegründete Stiftung hat die Ziele, über diese Krankheit mehr aufzuklären und die Forschung dafür zu unterstützen. In Deutschland leben gegenwärtig 1,7 Millionen Demenzkranke. Zwei Drittel von ihnen haben bereits das 80. Lebensjahr vollendet, nur etwa 20.000 sind jünger als 65 Jahre. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein 90-jähriger Demenz bekommt sind 50%. Sofern kein Durchbruch in Prävention und Therapie gelingt, wird die Zahl der an Demenz Erkrankten bis 2050 auf etwa 3 Millionen steigen. Zwei Drittel aller Demenzkranken sind von der Alzheimer-Krankheit betroffen.
Hier setzt die "Helga und Dieter Steinle Stiftung" an. Sie unterstützt die Forschung auf verschiedenen Gebieten und leistet damit einen Beitrag, mehr von den Ursachen und Therapiemöglichkeiten dieser Krankheit zu erfahren.
Entsprechend waren die Vorträge an diesem Alzheimer-Tag ausgerichtet: Prof. Christoph Laske, Uni Tübingen, sprach über "Was gibt es Neues über die Diagnostik und Therapie von Demenz" und Dr. Viola Nordström, Deitsches Krebsforschungszentrum Heidelberg, berichtete über "Wie eine Veränderung der Oberfläche von Nervenzellen vor Alzheimer schützen kann".
Im Grußwort stellte Manfred Koebler praktische Erfahrungen im Umgang mit Demenzkranken vor. Seine 12 Beobachtungen und Anregungen wurden als Info-Brief Nr. 32 verteilt.
Insgesamt eine tolle Veranstaltung, über 300 Teilnehmer, hohe Resonanz auch noch Tage nach der Veranstaltung.
Die Vorträge der Referenten finden Sie unter:
Prof. Christoph Laske
Dr. Viola Nordström
Manfred Koebler.

Vorsorgende Verfügungen am 20. Sept. 2018 in Böblingen mit über 1.000 Besuchern

Die Böblinger Patientenverfügung feiert den 25. Geburtstag. Zu diesem Jubiläum lud der Kreisseniorenrat zu einer Großveranstaltung "Vorsorgende Verfügungen" in die Kongresshalle in Böblingen ein. Über 1.000 Teilnehmer kamen und lauschten nahezu 2 Stunden den Ausführungen der Referenten und stellten noch viele interessante Fragen. Im Foyer der Stadthalle präsentierten 22 Vereine/Organisationen aus dem sozialen Bereich ihre Angebote und Dienstleistungen. Zahlreich interessante Gespräche wurden geführt. Der KSR verteilte die Vorsorge-Broschüren und nahezu 2.000 Formulare zu Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. Der 1. Bürgermeister der Stadt Böblingen Tobias Heizmann begrüßte die Teilnehmer und machte klar, wie wichtig das Thema Vorsorge heutzutage ist und wie wichtig solche Informationsveranstaltungen dazu sind. Alfred Schmid, führte als Moderator durch die Veranstaltung. Er bedankte sich beim 1. Bürgermeister Tobias Heizmann für die Begrüßung und Unterstützung der Stadt und beim KSR für die Organisation dieser Veranstaltung.

Die Vorträge der Referenten finden Sie unter
A. Kleiß,
Dr. W. Panzer 
M.Koebler Abschluss

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