Donnerstag, 11. Mai 2017 Alter: 134 Tag(e)

Vorsorgende Verfügungen am 10. Mai 2017 in Mötzingen mit nahezu 300 Besuchern

Liebe Bürgerinnen und Bürger von Mötzingen, für uns als Kreisseniorenrat ist das Obere Gäu immer „eine Reise wert“. Wir kommen gerne hierher und werden immer sehr herzlich empfangen. So auch letzte Woche am 10. Mai in Mötzingen als wir in der Gemeindehalle eine Veranstaltung mit den Themen „Patienten-verfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung“ durchführten.
Bick auf das Podium

Stände der Vereine im Foyer

Als ich ankam war schon alles vorbereitet, die Halle in Reihenbestuhlung, im kleinen Foyer und Rückraum der Halle bereiteten die Aussteller ihre Tische vor und Bürgermeister Marcel Hagenlocher war schon zur Begrüßung bereit. Er wusste auch, dass Alfred Stumpf einer seiner Vorgänger als Bürgermeister in Mötzingen war, der Großvater meiner Frau. Zwei ihrer Tanten sind in Mötzingen geboren. Auch deshalb komme ich gerne nach Mötzingen.

Jetzt am 10. Mai luden die Gemeinde Mötzingen und der Kreisseniorenrat zum Thema „Vorsorgende Verfügungen“ ein. Erfahrene Referenten informierten aus ihrer Sicht über die verschiedenen Verfügungen und Vollmachten mit den Möglichkeiten, rechtzeitig Vorsorge zu treffen. Die Redner bei dieser Veranstaltung waren:

  • Andreas Kleiß, Leiter der Betreuungsbehörde des Landratsamtes Böblingen
  • Jean-Philip Möllmann, Notarvertreter MBA in Herrenberg, zuständig für Mötzingen
  • Dr. med. Wolfgang Schlecht, Allgemein- und Palliativmediziner in Rohrdorf sowie
  • Horst Hörz, Stellv. Vorsitzender des Kreisseniorenrats.

Nahezu 300 Teilnehmer kamen in die Gemeindehalle und erhielten am Eingang die Vorsorge-Broschüre des Kreisseniorenrats mit den Formularen zur Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. Dann hatten sie noch Gelegenheit, sich an Ständen im Foyer und Rückraum der Halle zu informieren. 13 Vereine und Organisationen aus dem sozialen Bereich präsentierten dort ihre Angebote und Dienstleistungen. „Wohnformen im Alter“ war das Thema auf 12 Tafeln, die der Kreisseniorenrat Calw in nachbarschaftlicher Verbundenheit ausgestellt hat.

Mötzingen ist für uns auch die Verbindung zum Landkreis Calw, mit dem wir sehr gut zusammen arbeiten. Als ich erfuhr, dass sich in Mötzingen kein Arzt nieder gelassen hat, war die spontane Aussage vom Stadtseniorenrat Nagold: „Kein Problem, da können wir helfen.“ Und umgehend war eine Verbindung zu Dr. Schlecht hergestellt, der auch Mitbegründer und im Vorstand der Initiative „Stationäres Hospiz Nagold“ ist. Dieses Projekt unterstützen wir gerne, denn wir sehen im Landkreis Böblingen wie notwendig und viel gefragt unser Stationäres Hospiz mit 8 Betten in Leonberg ist.

Bürgermeister Marcel Hagenlocher begrüßte die Teilnehmer und betonte, wie wichtig Vorsorgende Verfügungen sind und dass er sich freut, nach der Veranstaltung im Jahre 2012 ein Expertenteam zu diesem Thema wieder in Mötzingen begrüßen zu können. Ich konnte da nur entgegnen: „Der KSR kommt gerne nach Mötzingen und war auch in den vergangenen 5 Jahren zu verschiedenen Themen in Mötzingen. Frau Anneliese Bertsch und ihr Team haben hier ehrenamtlich viel auf die Beine gestellt und so manches ihrer Aktivitäten ist als Musterprojekt auf der Homepage des Kreisseniorenrats eingestellt - beispielhaft für andere Kommunen und Landkreise“.

„Beeindruckt waren wir von der Atmosphäre: Wie aufgeschlossen und freundlich die Besucher in die Halle kamen, wie sie interessante Gespräche mit den Ausstellern führten, dann konzentriert fast 2 Stunden den Ausführungen der Sprecher zuhörten und dann noch gute Fragen stellten, das war schon super.“

Die Vorträge der Referenten finden Sie unter Dr. W. Schlecht, unter Notar J.-P. Möllmann und unter M. Koebler. Im Kapitel „Dokumente und Broschüren“ können Sie sich die Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht ausdrucken. In diesem Kapitel finden Sie noch Hinweise zur Registrierung Ihrer Dokumente im Vorsorgeregister, ein Beispiel für Bevollmächtigungen an mehrere Familienmitglieder und wie man die Patientenverfügung mit einer Organspende verbinden kann und noch Vieles mehr.

Bedanken möchten wir uns bei Bürgermeister Marcel Hagenlocher für die Einladung und kostenlose Nutzung der Halle. Herzlichen Dank sagen wir den Referenten und allen Helfern, die bei dieser Veranstaltung mitgewirkt haben.

Noch ein Hinweis: Es gibt viel Anfragen besorgter Bürgerinnen und Bürger ob die Böblinger Patientenverfügung geändert werden muss wegen eines im Juli 2016 gefällten BGH Urteils. Da in der Böblinger Patientenverfügung die Krankheitssituationen genau beschrieben sind, ist keine Änderung erforderlich. Allerdings wurde diese Patientenverfügung in den letzten Jahren stets an neue gesetzliche Regelungen und medizinische Erkenntnisse angepasst. Daher empfiehlt der KSR solche Patientenverfügungen, die älter sind als 3 Jahre, gegen neue auszutauschen.

                                                    Ihr Manfred Koebler


 
Sie sind hier: Aktuelles
Deutsch
English
Français