Mittwoch, 03. Mai 2017 Alter: 141 Tag(e)

Vorsorgende Verfügungen mit einer Jubiläumsveranstaltung am 2. Mai in Sindelfingen

Im Jahre 1992 hat der damalige Vorsitzende des Kreisseniorenrats Böblingen zusammen mit dem Sozialamt Landkreis Böblingen die erste Patientenverfügung herausgebracht – vermutlich die erste in Deutschland.
Die Referenten auf dem Podium ...

Die Referenten auf dem Podium ...

Minister Strobl bei seiner Ansprache ...

Minister Strobl bei seiner Ansprache ...

Das war eine Pionierarbeit und tolle Leistung. 1997 hat das Justizministerium in B-W Patientenverfügungen rechtlich anerkannt und insbesondere die Böblinger Patientenverfügung empfohlen. Mittlerweile wurde die Patientenverfügung immer wieder erneuert und den rechtlichen Vorgaben und medizinischen Belangen angepasst. Es wurden 600.000 Formulare in ganz Deutschland verteilt und eine Vorsorgevollmacht und die KSR Vorsorge-Broschüre zusätzlich herausgebracht.

Das 25-jährige Jubiläum der Böblinger Patientenverfügung wurde mit einer Großveranstaltung am 2. Mai 2017 in der Sindelfinger Stadthalle begangen. In einem 1. Teil wurden die Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht besprochen, im 2. Teil gab es Grußworte von Landrat Roland Bernhard und OB Dr. Bernd Vöhringer und im Anschluss eine Festrede von Thomas Strobl, dem stellv. Ministerpräsidenten und Innenminister von B-W.

800 Teilnehmer waren 2,5 Stunden aufmerksame Zuhörer. Der KSR verteilte 700 Vorsorge-Broschüren, 1200 Patientenverfügungen und 1200 Vorsorgevollmachten. Im Foyer boten 21 Aussteller von Organisationen/Vereinen aus dem sozialen Bereich ihre Dienstleistungen und Produkte an, alle sehr zufrieden, hatten sehr gute und viele Gespräche, bei einigen kam auch Minister Strobl zu einem kurzen Gespräch vorbei.

Die meisten Fragen hinterher am Stand des KSR waren:

  • Brauche ich für jeden Bevollmächtigten eine eigene Vorsorgeverfügung? Antwort: Ja, das ist zweckmäßig.
  • Woher erhalte ich die Bestätigung meiner Unterschrift? Antwort: Es muss eine öffentliche (keine amtliche) Beglaubigung sein. Diese kann die Betreuungsbehörde im LRA BB für 10 € geben. Bitte vorher anmelden unter Tel. 07031 - 663-1334.
  • Muss ich die Patientenverfügung mit dem Hausarzt besprechen? Antwort: Nein, das müssen Sie nicht, aber wir empfehlen das
  • Wenn ich niemand Vertrauenswürdiges habe was mache ich dann? Antwort: Dann füllen Sie eine Betreuungsverfügung aus, in der Sie angeben können, was geschehen soll wenn Sie unter Betreuung stehen. Der dann vom Staat eingesetzte Betreuer wird auch vom Staat sehr eng kontrolliert.

Hier finden Sie die Vorträge von Andreas Kleiss, Leiter der Betreuungsbehörde, von Sandra Waiblinger, Notarin in Sindelfingen, von Dr. med. Götz Knappe, Arzt und Palliativmediziner in Herrenberg und Manfred Koebler Einführung und Abschluss.


 
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